Seit 1997 gibt es eine Ausstellungsscheune mit zunächst mehr als 100 Landmaschinen und Geräten aus der bäuerlichen Arbeitswelt. Die Betreuung und Aufarbeitung der Ausstellungsstücke erfolgte über die sogenannte Rentnergruppe. Nachdem die Handwerker dieser die Ausstellungsfläche  des Museums durch die Fertigstellung des Kappschuppen 2002 sowie durch den Einbau einer Galerie in die Große Ausstellungsscheune 2013 erheblich vergrößert werden konnte, wurde die Präsentation der Ausstellungsstücke nun noch besuchergerechter arrangiert. Zusätzlich konnte mit der funktionsfähigen Aufarbeitung eines Pferdegöpels eine weitere Attraktion für die Besucher hinzugefügt werden.

Im Jahr 2001 gründete der Heimatverein Riesenbeck den Fachbereich Museumswesen, dem Michael Westermann vorstand. Unter seiner Leitung konnten viele Maschinen funktionsfähig aufgearbeitet und bei Aktionstagen vorgeführt werden. Auch gelang es, ein anliegendes städtisches Ackerstück dem Museum auf seine Initiative hin zuzuschlagen. Der Aktionstag am Landmaschinen-Museum, für den er sich mit Herzeblut einsetzte, ist heute  nicht mehr wegzudenken und zieht große Besuchermassen an.

Nach dem Ausscheiden von Michael Westermann aus dem Amt im Jahr 2007 betreute die Rentnergruppe wieder das Museum. Ein Nachfolger konnte längere Zeit nicht gefunden werden. Erst auf der Mitgliederversammlung des Heimatvereins am 2013 erklärte sich  Dr. Klaus-Werner Kahl bereit, die Leitung des Fachbereichs und des Museums zu übernehmen.

Bei der Reaktivierung des Fachbereiches drehte es sich insbesondere um die Weichenstellung für die Zukunft des Museums und folgende Leitlinie entstand:

„Ziel des Landmaschinen-Museums Riesenbeck ist es, die Entwicklung der Landmaschinentechnik von frühesten Anfängen bis heute mit dem Blickwinkel auf die Bevölkerungsentwicklung in ihrem sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld darzustellen.“

Als grundlegende, dringliche Arbeiten wurden u.a. die Inventarisierung und Beschreibung der Ausstellungsstücke, sowie die Abdichtung und Temperierung des Gebäudes angesehen.

Große Auswirkungen ergaben sich nach einem Besuch eines Mitarbeiters des Museumsamtes Münster im Jahr 2014. Er bescheinigte den hohen Wert der Sammlung, der aber durch die schlechten klimatischen Bedingungen im Museum akut bedroht sei. Messungen von Luftfeuchte und Temperatur bestätigten die Aussage eindrucksvoll. Nun begann die Planung der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen und deren Finanzierung. Es sollte bis zum ersten großen Arbeitseinsatz der Gruppe und vieler weiterer Helfer bis Oktober 2018 dauern. Am 2. Juni 2019 konnte das Museum wieder seine Tore für die Besucher öffnen.

Die Messungen von Luftfeuchte und Temperatur zeigen, dass die Sanierung rundum gelungen ist. Nun präsentiert das Museum auch Fotos, Textilen und empfindliche weitere Gegenstände wie z.B. zehn handgefertigte Bauernhäuser aus vielen Teilen Deutschlands.

Aufgrund der guten Erfahrungen ist auch die Sanierung der Remise geplant. Sie soll die gleichen Umbaumaßnahmen erfahren wie die Große Ausstellungsscheune. Fördermittel dafür und für die professionelle Ausstattung des gesamten Museums sind seit Januar2021 beantragt.

Mitglieder der Film- und Fotogruppe fotografierten alle Museumsstücke und halfen kräftig bei der Digitalisierung von Prospekten, Betriebsanleitungen und Ersatzteillisten von Landmaschinen mit.

Wegen der vielen Schenkungen, allein im Jahr 2020 waren es 114 Gegenstände, bleibt die Inventarisierung eine Daueraufgabe. Viele Freude bereitet es den Mitgliedern des Arbeitskreises, kleinere Bereiche des Museums liebevoll und besuchergerecht zu gestalten.

Aufgrund der derzeitigen Corona-bedingten Situation finden bis auf weiters keine Treffen statt. Wohl aber arbeiten einige Mitglieder zuhause an kleineren Projekten weiter.

Dr. Klaus-Werner Kahl